Rhein-Main-Gebiet: Potenzial von knapp einer Viertelmillion neuer Wohnungen durch Aufstockung

Jinny Verdonck

20. September 2021

Dem Wohnungsmangel könnte entgegengewirkt werden, indem bestehende Gebäude aufgestockt werden. Eine Analyse ergibt, dass dadurch allein im Rhein-Main-Gebiet zusätzlich fast eine Viertel Million neuer Wohnungen geschaffen werden könnten.

Schon im Jahr 2019 zeigte eine Studie ein Potenzial von 216.000 neuen Wohnungen. In der aktuellen Analyse wurden dieses Mal neben Wohngebäuden auch Nichtwohngebäude, wie Bürogebäude, Parkhäuser und eingeschossige Einzelhandelsimmobilien einbezogen. 

Insbesondere das Rhein-Main-Gebiet befindet sich im Wachstum und bis zum Jahr 2030 wird hier ein Bevölkerungsanstieg von bis zu 300.000 Einwohnern erwartet. Dadurch werden zusätzliche Wohnungen benötigt. Laut der Studie sind in der Rhein-Main-Region seit 2018 bislang rund 4.200 Neubauwohnungen durch Aufstockung von Bestandsimmobilien entstanden. Zu den Vorteilen gehören, dass dadurch keine Grundstückskosten anfallen und kein zusätzliches Bauland erforderlich ist. Dadurch könnten Grünflächen unversiegelt bleiben. 

Eine konsequentere Nutzung der vorhandenen innerstädtischen Baupotenziale sei erforderlich ebenso wie eine Offensive bei der Dachaufstockung von bestehenden Wohnimmobilien. Hierfür sei eine flexiblere Gestaltung der Regeln vonnöten, wie bei den Stellplatzpflichten, Brandschutz und Abstandsflächen.