Preisanstieg von Wohnimmobilien knackt Höchstmarke

Jinny Verdonck

27. September 2021

Das zweite Quartal 2021 hat nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) einen erheblichen Preisanstieg bei Häusern und Wohnungen verzeichnet. Mit einem Plus von fast 11 % ist dieser Anstieg so hoch wie noch nie. Sowohl in den deutschen Städten als auch auf dem Land müssen Käufer nun tiefer in die Tasche greifen als im Jahr zuvor.

Der Häuserpreisindex registrierte im zweiten Quartal 2021 ein Plus von 10,9 % verglichen mit dem Wert im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es ist der höchste Preisanstieg seit die Aufzeichnungen des Häuserpreisindexes in 2000 begonnen wurden. Seit dem Jahr 2016 sind die Preise durchgehend um mehr als 5 % in die Höhe geklettert.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2021 sind Ein- und Zweifamilienhäuser ebenso wie Wohnungen durchschnittlich um 3,7 % teurer geworden. Verglichen mit dem Vorjahresquartal gab es einen Preisanstieg um 8,9 %. 

Preisanstieg auch in den ländlichen Regionen

Wohnimmobilien sind insbesondere in den Top-7 deutlich teurer geworden: Für Ein- und Zweifamilienhäuser sind die Preise in Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main und Stuttgart um 14,7 % angestiegen verglichen mit dem Quartal des Vorjahres. Auch Wohnungskäufer mussten 12,9 % mehr bezahlen als zuvor.

Auch die anderen kreisfreien deutschen Großstädte verzeichneten einen Anstieg der Immobilienpreise. Im zweiten Quartal 2021 haben sich Ein- und Zweifamilienhäuser um 11,9 % verteuert, während Wohnungen um 10,5 % teurer geworden sind.

Dieser Trend macht auch in den ländlichen Regionen nicht halt. Auf dem Land sind die Preise für Häuser im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11,8 % angestiegen. Währenddessen waren es bei den Wohnungen 9,2 % mehr.