Nutzen Sie die Steuervorteile bei einer energetischen Sanierung

15. Juli 2020

Immobilieneigentümer sind seit Januar 2020 in der Lage, bei einer energetischen Gebäudesanierung einen Teil der Kosten steuerlich abzusetzen. Nähres dazu erfahren Sie in unserem heutigen Ratgeber.

Welche energetischen Sanierungsmaßnahmen werden steuerlich gefördert?

Es gibt verschiedene Formen der energetischen Gebäudesanierung, für die eine steuerliche Förderung erhältlich ist. Zu den förderfähigen Einzelmaßnahmen gehören beispielsweise:

  • Der Austausch der Heizungsanlage
  • Der Austausch von Fenstern und Außentüren
  • Die Wärmedämmung von Wänden
  • Die Wärmedämmung von Decken und Geschossdecken
  • Der Einbau oder die Erneuerung einer Lüftungsanlage
  • Der Einbau digitaler Systeme, die den energetischen Betrieb und Verbrauch optimieren

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Wer eine energetische Sanierung durchführt, muss die folgenden Voraussetzungen erfüllen, um die Kosten steuerlich abzuschreiben oder abzusetzen:

  • Der Eigentümer muss die entsprechende Immobilie selbst bewohnen.
  • Die Immobilie muss mindestens 10 Jahre alt sein, wenn die energetische Sanierung durchgeführt wird.
  • Die Immobilie muss sich in der EU bzw. im Europäischen Wirtschaftsraum befinden.
  • Die Sanierung muss von einem Fachunternehmen durchgeführt werden.

Hinweis: Falls die Aufwendungen der energetischen Sanierung bereits als Werbungskosten, Betriebsausgaben, Sonderausgaben oder Ähnliches berücksichtigt wurden, ist eine Steuerermäßigung nicht mehr möglich.

Welcher Betrag kann von der Steuer abgesetzt werden?

Sofern die Immobilie die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, lassen sich bei einer energetischen Gebäudesanierung bis zu 20 Prozent der Kosten bzw. maximal 40.000 Euro je Immobilie von der Steuer absetzen.

Wie und wann kann die energetische Sanierung abgesetzt werden?

Damit energetische Baumaßnahmen von der Steuer abgesetzt werden können, muss die Sanierung zum einen nach dem 31. Dezember 2019 angefangen worden sein und zum anderen vor dem 01. Januar 2030 zum Abschluss gebracht worden sein. Das bedeutet, dass Eigentümern genügend Zeit zur Verfügung steht, um die Sanierung gut zu planen und für eine sorgfältige Durchführung zu sorgen.

Die steuerliche Abschreibung wird über drei Jahre verteilt. In den ersten beiden Jahren (d. h. im Jahr der Gebäudesanierung und im darauffolgenden Kalenderjahr) können je bis zu 7 Prozent (maximal 14.000 Euro) von der Steuer abgesetzt werden. Und im dritten Jahr sind es dann noch mal bis zu 6 Prozent (maximal 12.000 Euro).

Fazit

Der Klimawandel ist bereits seit Längerem ein wichtiges Thema und jeder einzelne von uns kann zum Klimaschutz beitragen. Die Bundesregierung versucht, auch im Gebäudesektor ihre Klimaziele zu erreichen. Mit der steuerlichen Förderung für Eigentümer wird ein Anreiz geschaffen, eine energetische Sanierung durchzuführen. Wenn Sie den Steuerbonus in Anspruch nehmen möchten, empfehlen wir, sich im Vorfeld von einem Experten beraten zu lassen, bevor Sie die energetischen Sanierungsmaßnahmen beginnen.