Höhere Wohnungsbauprämie in 2021

Jinny Verdonck

31. Dezember 2020

Es gibt gute Nachrichten für diejenigen, die Wohneigentum erwerben möchten: Ab dem 01. Januar gibt es mehr Zuschüsse vom Staat und außerdem wird die Einkommensgrenze für die Wohnungsbauprämie erhöht.

Mehr Anspruchsberechtigte

Bislang lag die Einkommensgrenze für Alleinstehende bei 25.600 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen, um die staatliche Förderung zu erhalten. Diese Einkommensgrenze wurde nun auf 35.000 Euro angehoben. Während die Einkommensgrenze bei Verheirateten bisher bei 51.200 Euro lag, sind es nun 35.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen. Die neue Einkommensgrenze ist zu Jahresbeginn 2021 gültig.

Auch der staatliche Bonus auf die jährliche Bausparleistung wächst. Statt zuvor 8,8 % gibt es nun 10 %. Die höhere Prämie ist auch für diejenigen erhältlich, die Anteile an Bau- und Wohnungsgenossenschaften erwerben.

Bald keine neuen Baukindergeld-Anträge mehr möglich

Geplant ist, dass nach dem 31. März 2021 keine neuen Anträge auf Baukindergeld mehr angenommen werden. Somit wird das Ende der Ära des Baukindergelds eingeleitet. Dieses Förderinstrument sollte ursprünglich bereits früher auslaufen, doch es wurde coronabedingt verlängert.

Heizkostenzuschuss

Mieter, die Wohngeld beziehen, erhalten ab dem 1. Januar 2021 einen größeren Zuschuss zu ihren Heizkosten. Diese Erhöhung soll dazu dienen, die durch die CO2-Bepreisung von Öl und Erdgas bedingte Preissteigerung auszugleichen. Pro Monat liegt das zusätzliche Wohngeld bei durchschnittlich etwa 15 Euro. Über 600.000 Haushalte sollen deutschlandweit von diesem erhöhten Wohngeld profitieren.