Die Immobiliennews in Kürze

2019: Kontinuierliche Steigerung der Wohnpreise in Süddeutschland

Der Finanzdienstleister Dr. Klein hat unter die Lupe genommen, wie sich die Wohnimmobilienpreise im letzten Quartal 2019 in München, Stuttgart und Frankfurt entwickelt haben. Das Ergebnis: die Preise sind kontnuirlich in die Höhe geklettert. Demnach verzeichnete Stuttgart verglichen mit dem Vorquartel einen Preisanstieg bei Wohnimmobillien um ca. 2,8 %. In München waren es 1,5 % bei Wohnungen und 1,8 % bei Häusern. Während eine Wohnung in Frankfurt und Stuttgart durchschnittlich 3.708 bzw. 3.750 Euro pro Quadratmer kosten, sind es in München bereits 7.406 Euro/qm. Die Corona-Krise führt nach Ansicht von Dr. Klein dazu, dass die Preise sich zumindest langsamer entwickeln werden.

Berlin benötigt 145.000 Wohnungen

Der Mietendeckel ist in Berlin seit Februar in Kraft. Laut dem Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank IBB sind die Mieten jedoch auch bereits im Jahr 2019 nicht mehr in die Höhe geklettert. Die IBB-Studie geht jedoch davon aus, dass in der deutschen Hauptstadt etwa 145.000 Wohnungen fehlen, die durch den zusätzlichen Bau von Wohnungen entstehen müssen. Aufgrund des kontinuirlichen Bevölkerungswachstums kann der Neubau diesen Mangel nicht decken.

Berlin ist eine Mieterstadt. Allerdings zeigt die Studie der IBB auch, dass es eine dynamische Steigerung der Eigentümerzahlen gibt. In Bezug auf die selbstgenutzten Eigentumswohnungen verzeichnete Berlin seit 2014 ein Plus um rund 20 %. So lebt über ein Viertel der über 65-Jährigen in ihren eigenen vier Wänden.

Bundeskabinett beschließt WEG-Reform

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf für die Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) beschlossen. Das neue WEG sieht u. a. vor, dass Modernisierungen erleichtert werden ebenso wie das Installieren von Elektroladestationen. Für zusätzliche Maßnahmen setzt sich der Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV) ein. Der Verband wünscht sich u. a., dass Online-Eigentümerversammlungen gestärkt werden. Der VDIV rechnet mit dem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens im Sommer 2020.   

Vergabepraxis für den Bau wird erleichtert

Das Bundesbauministerium nimmt eine Klausel zur Fristverlängerung in die Vergabeunterlagen auf. Diese dient für die Fälle, in denen geplante Vorhaben aufgrund der Corona-Krise nicht fristgerecht fertiggestellt werden können. Zudem sollen Ausschreibungen großzügige Fristen bei Angebot und Ausführung enthalten.